Totensonntag

Im Kirchenjahr finden sich aus der Tradition heraus bestimmte Kalendertage, wenn auch heutzutage deren ursprüngliche Bedeutung und Hintergrund in unserer Gesellschaft größtenteils auf Unwissenheit stößt. Die wahren Gläubigen halten sich an Gottes Wort, wo im NT kein Gebot erlassen wird um bestimmte Festtage zu halten. Für die neutestamentliche Gemeinde sollte nur der Sonntag eine Bedeutung haben: der erste Tag der Woche, des Herrn gehörigen Tag, der Tag der Auferstehung.
Totensonntag: ein Gedenken an die Toten, sinnvoll?
Natürlich verbleiben Verstorbene, zu denen man ein ganz besonderes Verhältnis hatte, den Hinterbliebenen im Gedächtnis, bedarf es dafür einen bestimmten Tag?
Ein anderer Gedanke, der vermutlich den ursprünglichen Gedanken etwas mehr ins Licht rückt: ein Gedanke an die Ewigkeit und an das „jüngste Gericht“.
Das solche Gedanken in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr finden und auch leider von den großen Volkskirchen nicht mehr gelehrt werden, beschreibt einen hoffnungslosen Zustand.
Ein Leben, das sich nur auf das Sichtbare konzentriert, zeigt sich auch im Tod: das Lebensende ohne Ziel und Hoffnung.
Wie wichtig wäre doch gerade in unserer heutigen Zeit ein Trostwort, eine Zukunftsperspektive, gerade weil wir am Ende der Endzeit leben.
Jeder Mensch stirbt sich selbst aber er lebt in der Verantwortung vor seinem Schöpfer.
Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und lass die Toten ihre Toten begraben! (Matthäus 8,22)
Der Mensch, der zu seinen Lebzeiten nicht zurückgekehrt ist, zu seinem Schöpfer, wird von Gott als Toter beschrieben auch wenn er noch lebt.
Warum?
Wegen der Sünde, der inneren Rebellion eines jeden Menschen:
auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, (Epheser 2,1)
Ein Sinn erfülltes Leben mit einer Hoffnung über den Tod hinaus erlangt der Mensch nur wenn er umkehrt. Er hat sein Ziel verfehlt: er lebt nicht mehr in der Gemeinschaft mit dem Gott der Bibel, dem Schöpfer aller Dinge und dem Erlöser, der sein Leben gab, am Kreuz, wegen unserer Sünde.
So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen (Apostelgeschichte 3,19)
Ein bewusster Herzensentschluss, mich an den zu wenden, vor dem zu beugen, der meine Schuld und Sünde am Kreuz auf Golgatha getragen hat.
Was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
Viele leben heutzutage so, als ob es keinen Gott gibt. Ebenso gestaltet sich auch das Lebensende oder der letzte Wille: weil angeblich alles in einem Nichts endet.
Dabei spielt es keine Rolle, ob der Verstorbene den Weg einer Feuer – oder Seebestattung wählt.
Er wird nach dem Tod vor seinem Schöpfer stehen:
Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. (Offenbarung 20, 12+13)
Totensonntag: denke an die Ewigkeit, wo wirst Du sie verbringen?