Stille Nacht – nachgedacht?

In diesem Jahr wird Weihnachten wohl anders ausfallen als gewohnt. Eine Festlichkeit in reduziertem Personenkreis, kulinarische Köstlichkeiten darf man nur zu Hause genießen und dann gibt es noch die ein oder andere besondere Verhaltensregel. Und es steht vielleicht nicht der prämierte Weihnachtsbaum im Mittelpunkt, sondern ein Hygienekonzept.
Dann gibt es da unter Umständen noch den aufmerksamen Nachbarn, der zum Wohl seiner Mitmenschen darauf achtet, das auch alle verordneten Corona Regeln eingehalten werden.
Erleben wir in diesem Jahr vielleicht einmal eine „stille Nacht“ der besonderen Art, so wie es auch angebracht wäre?
Zeit um über den ursprünglichen Sinn dieses Festes nachzudenken (wobei es sich nicht um ein biblisches  Fest handelt), dem die Ehre zu geben, der eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte?
Wenn auch Gottesdienste nur sehr eingeschränkt möglich sind, zumal sich gerade an diesen Tagen mehr Ungläubige und Bekenner in den Gotteshäusern befinden als an gewöhnlichen Sonntagen (leider nutzten die verantwortlichen Würdenträger diese Möglichkeit nicht zur wahren Evangeliumsverkündigung).
Es fällt schon schwer in unserer nachchristlichen Gesellschaft auf den ursprünglichen Sinn von Weihnachten zu stoßen.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.  (Lukas 2, 10-12)
Ein Retter, wozu?
Vor Corona oder geht es um schlimmeres?
wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. (Römer 3, 10+11)
Alle Menschen sind schuldig vor Gott. Die Bibel nennt diesen Zustand Sünde (ein Leben ohne Gott, daraus resultiert die Missachtung seiner Gebote).
Erkennt der Mensch seine eigentliche Not?
Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6,23)
Der Tod gehörte ursprünglich nicht in diese Schöpfung, er ist die Folge des Ungehorsams.
Im Bewusstsein das dieses Leben zeitlich und vergänglich ist sind die Gedanken der natürlichen Menschen ausschließlich auf das Sichtbare ausgerichtet: ein Leben zu genießen in Gesundheit und Wohlstand.
Was ist wenn diese Gedankenblase zerplatzt durch einschneidende Ereignisse oder schwere Krankheit?
Wer gibt Halt und Festigkeit?
denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. (Lukas 19,10)
Ein Menschenherz, dem diese Erkenntnis zuteil wurde hat wahren Grund zur Freude, zu erkennen, das man schuldig vor Gott ist und Jesus Christus kam um unsere Schuld auf sich zu nehmen.
indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes  (Kolosser 1,20)
Deswegen kam der Sohn Gottes auf diese Erde: um am Kreuz zu sterben und für uns ins Gericht zu gehen. Er hat die unbeschreibliche Qual erlitten, die wir verdient hätten und die jeder Mensch in alle Ewigkeit erleiden wird, der ohne Sündenvergebung in den Tod geht.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. (Johannes 5,24)
An dem traditionellen Weihnachtsfest geht es mehr als um ein Familienfest mit festlichem Braten und einer Geschenkeflut.
Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet. (2. Korinther 8,9)
In Christus hat der Sünder Vergebung und das wahre Leben schon jetzt, mit der Aussicht auf eine unbeschreibliche herrliche Zukunft:
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. (Johannes 14,2)
Diese himmlische Wohngemeinschaft kostet etwas: die Selbstaufgabe und einen Glaubensgehorsam.
Weihnachten war der Anfang.
Was machen Sie aus dem „Krippen Jesus“?
Das Kreuz auf Golgatha war der Höhepunkt seiner Menschwerdung.
Allerdings: wer an den Osterhasen glaubt, für den bleibt Weihnachten ein Märchen.
Die Bibel berichtet im Neuen Testament nichts von diversen Festtagen. Bei einem wahren Gläubigen findet Weihnachten und Ostern täglich im Herzen statt.
Viele setzen jetzt vermutlich ihre Hoffnung und Vertrauen in den neuen Corona Impfstoff damit das gewohnte Leben weitergehen kann wie vor der Pandemie.
Und wenn nicht?
Oder: was kommt nach Corona?
Eins ist gewiss:
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!
(Apostelgeschichte 1,11)
Erwarten Sie ihn?