Gottesdienst für Alle?

Zur Zeit erleben wir die fast schon zu schnellen Lockerungsmaßnahmen in der Corona Krise. Aber es zeigt sich auch darin ein Geist der Uneinigkeit in unserem Land: Ratlosigkeit, Verunsicherung oder auch Manipulation? Bundesländer treffen ihre eigenen Entscheidungen, viele Menschen warten wieder darauf ihre „Freiheit“ zurückzubekommen, wobei laut Grundgesetz viele Maßnahmen zu hinterfragen sind. Jetzt soll es plötzlich wieder ganz schnell gehen, zumal die Wirtschaft bereits Milliarden Verluste verbucht.
Auch Gottesdienste sind seit letztem Wochenende wieder erlaubt. Freuen sich die Christen in unserem Land darüber genauso wie andere über ihren Friseurbesuch?
Warum sind die Kirchen nicht gut gefüllt aus Dankbarkeit?
Wenn es auch gilt Hygienevorschriften einzuhalten, so bieten doch die großen Prunkgebäude der Volkskirchen ausreichend Platz für die entsprechenden Abstandsregeln.
Mit welchen Gedanken oder welcher Herzenseinstellung sollte man in diesen Tagen in die Kirche gehen?
Im ersten Monat des ersten Jahres seiner Regierung öffnete er die Türen am Haus des HERRN und besserte sie aus. Und er ließ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz gegen Osten, 5 und er sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch jetzt und heiligt das Haus des HERRN, des Gottes eurer Väter, und schafft das Unreine aus dem Heiligtum hinaus! (2. Chronik 29, 3-5)
Eine Tat von König Hiskia.
Würden unsere verantwortlichen Politiker doch einen solchen Bußgedanken im Herzen tragen und die Kirchenoberhäupter sich ebenfalls einer kritischen Selbstprüfung bezüglich ihres Glaubens und der Treue zu Gottes Wort unterziehen.
Die Bibeltreuen haben es da unter Umständen nicht so einfach diese antiviralen Standards einzuhalten. Viele verfügen über einen Versammlungsraum, der vor Corona gut gefüllt war, von Gläubigen, die die rechte geistige Speise aufnehmen wollten: das Wort des Lebens! Für sie ist es trotz der Erlaubnis Gottesdienste zu feiern unter Umständen schwierig Abstandsregeln einzuhalten und es gibt insbesondere ältere Glaubensgeschwister, die Probleme mit der Mundnasenmaske haben. Da haben es die Schüler in unserem Land doch einfacher, sie dürfen ohne Maske im Unterricht sitzen, bei ihnen sorgt man sich eher um das Maskentrauma, das sie ihr Leben lang begleiten könnte.
Vertraue auf den HERRN und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue; (Psalm 37,3)
Bibeltreue Christen wissen um ihre Zukunft und sollten als Fremdlinge in dieser Welt leben. Allerdings auch niemandem einen Anstoss geben, sondern ein Licht für ihren Herrn sein. Auch wenn sich momentan wieder zeigt, wie uneins und ratlos die Herren der Welt sind und wie schnell man zurück möchte zu altgewohnten Lebensformen und Konsumdenken.
Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot! (1. Korinther 15,32)
Irdisch gesinnt, ein Leben das nur auf das sichtbare Wohlergehen ausgerichtet ist.
Und die Christen?
Wie leben sie in dieser Welt, wozu sind sie noch in dieser Welt?
Auf wen warten sie?
Machen wir das Beste daraus bis zu seiner Wiederkunft?
Fürchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben. (Lukas 12,32)
Diese Krise wird vorübergehen.
Sollen wir sie ebenso dramatisieren, wie diejenigen, die keine Hoffnung haben?
Es wird auch nicht die letzte Wehe sein, dazu brauchen wir nur in Gottes Wort zu schauen.
Das erste Wehe ist vorüber; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesem! (Offenbarung 9,12)
Wir lesen gerade in diesem Buch von noch schrecklicheren Katastrophen die die Menschheit und das Klima betreffen werden.
Wie weit sind wir heute?
Was kommt nach Corona?