Corona als Chance?

Ein Virus hält die Welt in Atem. In unserem Land versucht man die Zahl der Infektionen durch entsprechende Maßnahmen die das tägliche Leben betreffen einzudämmen. Die Nachrichten verbreiten die schrecklichen Meldung über Italien, Spanien und jetzt auch die USA.
Wie wird es sich in Deutschland weiterentwickeln?
Wie lange dauert die Corona Krise?
Wie gehen manche Menschen mit dieser neuen, eingeschränkten Lebenssituation um: Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkung.
In einigen Familien oder Lebensgemeinschaften kommt es sogar zu psychosozialen Problemen, man hält es zu Hause nicht mehr aus; Angehörige können nicht in Pflegeheimen besucht werden, Menschen fürchten um ihre finanzielle Existenz.
Zum Vergnügen bereitet man Mahlzeiten, und der Wein erfreut die Lebendigen, und das Geld gewährt alles. (Prediger 10,19)
Unsere sonst so hektische und betriebsame Wohlstandsgesellschaft muss jetzt wieder neu lernen mit etwas umzugehen das ihr in den letzten Jahren durch einen unbeschwerten Lebenswandel, ein Leben im Überfluss und Materialismus verloren ging: Genügsamkeit und Stille.
Erzittert und sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still! (Psalm 4,5)
Der Mensch in seiner Selbstverwirklichung und Überheblichkeit sollte seine Gedanken auf Gott ausrichten. Den einzig wahren Gott der Bibel, kein Gott der in unsere Vorstellungen passen muss, so wie wir ihn gerne hätten, das wir nach unseren eigenen Gedanken leben und wir ihn nur noch für eine kirchliche Tradition benötigen. Die westliche Welt lebt bereits in einem nachchristlichen Zeitalter. Wie nötig wäre gerade jetzt einmal über Gott nachzudenken. Handelt es sich bei dieser Krise um den Fingerzeig Gottes? In der Bibel wird Seuche immer in Verbindung mit einem Gericht gesehen. Was sehen wir? Reicht es nur für eine Anklage gegen Gott oder sollten wir auch einmal über unser Leben nachdenken und im Herzen erkennen, das dieser heilige und gerechte Gott uns in seiner Gnade und Barmherzigkeit in Jesus Christus begegnet.
Und es ist in keinem anderen das Heil ; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apg. 4,12)
Wenn aber der Gottlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er begangen hat, und alle meine Satzungen bewahrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewiss leben; er soll nicht sterben. (Hesekiel 18,21)
Es darf aber nicht bei einem Lippenbekenntnis bleiben. Buße (Umkehr) findet im Herzen statt: ich bereue mein altes Leben und erkenne das ich schuldig bin vor Gott! Ich habe mein ganzes Leben bisher ohne ihn geführt, nach meinem Willen, nach meinen Gedanken, nach meiner Moral.
Corona als Chance!
Was machen Christen daraus?
Mehr Zeit!
Die Menschen sind gerade jetzt offener für das Evangelium. Nehmen sich Christen jetzt mehr Zeit um in der Bibel zu lesen und längere Gebetszeiten?
Leider bedarf es oft solchen Notsituationen damit ein Mensch überhaupt nach Gott fragt.
Eine Begebenheit aus dem schwer betroffenen Italien:
Ein älterer Pastor wurde mit ausgeprägten Corona Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert. Trotz seiner fortgeschrittenen Erkrankung war er ein Zeugnis für Ärzte, Pflegekräfte und Mitpatienten. Seine letzte Kraft schöpfte er aus dem Wort Gottes bis seine Zeit abgelaufen war und sein Körper dem Virus erlag.
Wie würden wir handeln?
Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! (2. Tim. 4,2)
Der Hauptgedanke eines wahren Christen sollte nicht seine Gesundheit und sein Wohlergehen sein, sondern die Verherrlichung seines Herrn.
Wir dürfen um Bewahrung bitten aber wir sollen auch an diejenigen denken, die auf dem breiten Weg in die ewige Verdammnis sind.
Wie lange wird die Krise noch dauern?
Wir wissen es nicht.
Es folgen schon Gebetsaufrufe zur Beendigung der Krise. Gott möchte doch eingreifen in seiner Gnade.
Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir. (Psalm 65,3)
Aber welcher Gedanke steht dahinter?
Damit das schreckliche Übel schnell beseitigt wird und wir so weiterleben können wie zuvor?
Missetaten überwältigen mich; unsere Übertretungen — du wirst sie sühnen. (Psalm 65,4)
Sündenerkenntnis und Sündenbekenntnis!
Möchten wir jetzt die Zeit auskaufen und uns nicht nur mit vergänglichen Dingen die Zeit totschlagen.
Die Welt wartet auf ein Ende der Krise und dann? Feierstimmung: wir haben es geschafft.
Gott zeigt uns: wir sind vergänglich. Was nützt die ganze Weisheit und das medizinische Wettrüsten. ER hält alles in seiner Hand und sein Gnadenruf erschallt auch heute noch:
solange gesagt wird: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht wie in der Auflehnung«. (Hebr. 3,15)
Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird. (Offenbarung 22,12)