Corona 2.0 (eine zweite Welle oder die zweite Wehe?)

Seit einigen Tagen erleben wir wieder die Tatsache, das wir uns in einer Pandemie befinden. Auch wenn, wie bereits vor einigen Monaten keine erhebliche Sterblichkeit die Folge einer Covid 19 Erkrankung in Deutschland zur Folge hatte, wie in einigen Nachbarländern (haben wir dem Herrn für die Bewahrung gedankt?)
Wie blicken wir als Christen zurück? Hatte man sich schon an die Mundnasenmaske gewöhnt?
Sehnen wir uns nach Normalität, was bedeutet Normalität für uns Gotteskinder in der westlichen Welt?
Nur ein Wohlfühlen in der Versammlung, die nach einer „Zwangspause“ wieder stattfinden kann?
Im weltlichen Sinn muss das Leben irgendwie weiter gehen, allerdings ohne Verlust und Verzicht: Konsum und Vergnügen.
Was haben Christen vermisst?
Es gab (gibt) Beschränkungen bezüglich der Versammlung. Ist sie uns wichtiger als eine Urlaubsplanung, die abgesagt werden musste?
Auch wenn es nach diversen Hygienekonzepten wieder möglich war seit geraumer Zeit sich als Versammlung zu treffen, so gibt es auch solche die trotzdem verunsichert und ängstlich mit der Situation umgehen. Zu Recht?
Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. (Offenbarung 3,8)
Dieser so beliebte Vers bei bibeltreuen Christen spricht von einer Tür, wer ist berechtigt sie zu schließen?
Doch eigentlich nur der, der sie eines Tages geöffnet hatte.
Sollten wir uns fürchten?
Wie steht es mit den ganzen Verheißungen in Gottes Wort?
Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, 6 vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt (Psalm 91, 5-6)
Natürlich sollen wir uns der Obrigkeit unterordnen aber sollte die Virusfurcht über der Gottesfurcht stehen?
Gerade die „Gemeinschaft der Heiligen“ dient doch auch zur Gegenseitigen Erbauung und Ermahnung.
Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes (1. Petrus 4,10)
Die Gabe ist keine Selbstbereicherung!
Auch wenn es Corona bedingt mehr biblische Inhalte im Internet gibt, so sollte doch die Gemeinschaft nicht vernachlässigt werden, auch wenn es sich um gute „geistige“ Beiträge handelt.
Aber wir sollen als Christen auch in dieser Situation ein Vorbild sein und Nächstenliebe praktizieren. Wenn eine Versammlung das Hygienekonzept nicht umsetzen kann, sollte dann lautstark protestiert werden?
Erlebten wir gerade nicht in den letzten Monaten, das sich Christen förmlich als Juristen, Mediziner und Wissenschaftler darzustellen versuchten?
Wie gut müssen wir informiert sein?
Was sollten wir weitergeben?
Was sehen gerade in dieser Zeit die Ungläubigen an uns, die gekennzeichnet sind vor Ratlosigkeit, Verunsicherung, wo finden sie halt?
Sollte nicht Christus der Mittelpunkt unseres Denkens sein?
Hat unser Gebetsleben sich während dieser Corona Krise verändert, zum Guten?
Wir sollen Gottes Wort weitergeben.
Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. (1. Kor. 4,2)
Wir sollen der Obrigkeit untertan sein aber auch Gott mehr gehorchen als den Menschen. Zur Zeit erhalten wir jedoch von der Obrigkeit kein Verbot, das gegen unser Glaubensgewissen oder Gottes Wort verstößt.
Es sind die persönlichen Entscheidungen: gehe ich in eine Versammlung, warum bleibe ich fern oder warum ist eine geöffnete Tür verschlossen.
Es gilt die Blickrichtung zu behalten:
indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens (Hebr. 12,2)
Fest zu stehen in unruhigen Zeiten, vor allen gemeinsam. Noch herrscht kein Versammlungsverbot wegen unseres biblischen Glaubens. Die verfolgten Geschwister in Nordkorea oder in islamischen Staaten wären vermutlich froh, sie hätten es „nur“ mit einem Virus zu tun.
Erleben wir die zweite Welle der Pandemie?
Welche Konsequenz hätte es für uns?
Wird sie als eine zweite große Wehe auftreten?
Den Begriff „Wehe“ finden wir eigentlich nur in der Offenbarung, wenn Gerichte eine sündige Welt treffen.
Auf was warten wir?
Betrachten wir den Timotheus Brief, dann müssten wir erkennen, das wir bereits in den letzten Tagen leben, allein schon daran, wie weit der Abfall in der Christenheit stattgefunden hat oder wie sich das gottlose Treiben immer mehr ausbreitet und Sünde offen ausgelebt, ja legalisiert wird.
Eigentlich bräuchten wir keine zusätzliche „Gerichtswehe“ bis zur Entrückung, der Herr könnte jeden Augenblick kommen.
Sind wir bereit?
Oder denken wir an den bekannten Vers mit dem Feigenbaum, ein Bild für Israel. Gott sammelt sein irdisches Volk, in den letzten Tagen:
Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! 30 Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist. (Lukas 21, 29+30)
Der Herr spricht hier allerdings auch von den anderen Bäumen: die Nationen!
Die umliegenden Staaten von Israel erlebten vor Jahren den „arabischen Frühling“; war es nicht eher ein islamisches Erwachen?
Wird durch die Corona Pandemie der Baum der anderen Völker kräftig geschüttelt, das er sich nach dem einen starken Führer sehnt, der die Menschheit aus einer Wirtschafts – und Finanzkrise führt?
Beachten wir die Zeichen der Zeit und beurteilen wir sie Schrift gemäß, nicht nach den fanatischen Gesichtspunkten der Weltverschwörer und Irrlehrer.
Wie oft bitten wir: Komm Herr Jesus!
Wie beständig leben wir in der Naherwartung seiner Wiederkunft?
Aber was sollen wir tun bis er wieder kommt?
Treue Verwalter, ihn verkündigen,
Möchte diese Corona Pandemie uns stärken, indem wir noch enger zusammenstehen und die Zeit nicht mit nutzlosen Diskussionen vergeuden.
Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht; denn die Zeit ist nahe! (Offenb. 22,10)
und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Epheser 5,16)