Sie wurden Christen genannt

 
Verbunden mit dem Niedergang einer bilblisch klaren Wortverkündigung (verwässetes Evangelium) ergibt sich auch die Frage: was ist eine echte Bekehrung?
Leider wurde diese Grundthese durch die kirchliche Tradition in ein falsches Licht gestellt: die Säuglingstaufe.
Das unverfälschte Evangelium muss verkündigt werden und zwar so, das es jeder denkende Mensch verstehen kann. Es geht um die Erkenntnis der eigenen Verlorenheit, dem Bewusstsein, das es einen heiligen und gerechten Gott gibt und das ein Mensch, so lange er lebt vor einer Entscheidung steht: seine Schuld zu bekennen und sich seinem Schöpfergott anzuvertrauen oder ein Leben nach eigenem Willen zu führen, ohne Gott (versklavt unter die Sünde: Römer 6,20). Wird die Notwendigkeit und Ernsthaftigkeit entsprechend gepredigt und verstanden?
- die Erkenntnis, das jeder Mensch schuldig ist vor Gott (Sünder)
- Errettung gibt es nur durch Jesus Christus, er hat durch sein stellvertrendes, einmaliges Opfer Sühnung gewirkt
- jeder Mensch kann (muss) dieses Opfer für sich persönlich in Anspruch nehmen
- Erkenntnis im Herzen über meine eigene Schuld und Verlorenheit
- Jesus Christus ist mein persönlicher Heiland und Herr
Es reicht nicht:
- die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft
- ein reines Lippenbekenntnis ohne eine sichtbare Lebensveränderung
- Erziehung und Religion ersetzt keine Bekehrung
- ein tadelloses Verhalten ist keine Bekehrung

Leider wird die grundsätzliche Frage bezüglich der Notwendigkeit einer echten Bekehrung gerade in der westlichen Welt immer mehr verdrängt oder gar nicht mehr gestellt. Das Bewusstsein über einen heiligen und gerechten Gott geht immer mehr verloren und dadurch gibt es keine Sündenerkenntnis mehr, im Gegenteil: Sünde wird gesellschaftsfähig, teilweise sogar durch Gesetze geschützt.
Ein weiterer Aspekt,der Menschen wach rütteln sollte: das Bewusstsein über den Ewigkeitsgedanken.
Viele leben nur in und für ihren sichtbaren Bereich, hierin findet sich auch der ausschließliche Lebensinhalt. Dieser Lebenssinn endet mit dem Tod. Die Frage: was wird nach dem Tode sein, findet eigene philosophische oder esotherische Gedanken und wird auch selten von der Kirche gemäß der biblischen Wahrheit beantwortet.
Müsste es den Menschen nicht nachdenklich stimmen, wenn er einmal darüber nachsinnen würde, wie kurz sein Leben ist, im Vergleich zur Ewigkeit. Und sich dann die Frage stellt wo: werde ich diese Zeit nach meinem Leben verbringen?
Die Bekehrung ist eine unbedingte Notwendigkeit.
Jede unbekehrte Seele ist außerhab der ewigen Gemeinschft mit Gott, eine ewige Trennung im Bereich der äußersten Finsternis. Der Herr Jesus Christus spricht oftmals über diesen Bereich, er möchte nicht das ein Mensch ewig verloren geht. Der Ruf seines Evangeliums: das der Sünder sich bekehrt, aus der Finsternis (dem Machtbereich des Satans) zum Licht (zum Reich Gottes).
Eine echte Bekehrung hat Tod und Gericht hinter sich gelassen. Auch wenn der wahre Christ noch in seinem vergänglichen, sterblichen Leib lebt und sündigen kann, so trägt er jetzt schon die göttliche Natur in sich und wird eines Tages (nach dem Tode oder bei der Entrückung) neu überkleidet (vollendet)werden mit einem Herrlichkeitsleib: Schöpfer und Geschöpf sind am Ziel angekommmen, so wie es Gott van Anfang an vorgesehen hatte.
Er gehört zu der Versammlung des lebendigen Gottes, der Braut Jesu Christi, die wahre Kirche auf Erden.
Das göttliche Licht leuchtet in das Herz des Gläubigen, er erfährt einen Sinneswandel. Er ist bestrebt, mit der Hilfe des Heiligen Geistes und dessen Kraft ein neues, gottwohlgefälliges Leben zu Führen. Dazu bedarf es keiner zusätzlichen Handlung (Geistestaufe) oder zusätzlicher Erfahrungen.
Durch eine echte Bekehrung (geistige Wiedergeburt) ist der Gläubige auf ewig versiegelt mit dem Heiligen Geist. Es ist das sichtbare Zeichen, die Frucht einer echten Bekehrung, gewirkt durch Buße (umkehren, abwenden).
Der wahre Gläubige erkennt: er ist befreit durch Jesus Christus. Wenn auch der natürliche Mensch meint frei zu sein, so ist er versklavt unter die Sünde und befindet sich im Machtbereich des Teufels (gekennzeichnet durch Egoismus, moralischer und ethischer Werteverfall, Genusssucht, Selbstgerechtigkeit und Selbstverherrlichung).
Erst jetzt erkennt der wahre Gläubige: die ganze Welt liegt im Bösen und wahres sinnerfülltes Leben erhalte ich nur durch meinen Schöpfer, mit dem Bewusstsein: diese Welt vergeht, sie steuert auf ein Gericht zu, all die gottlosen Taten und das bewusste Ablehnen des vollkommenen Opfers Jesu Christi am Kreuz zur Vergebung unserer Schuld.
Die Frage, bekehrt zu wem: dem einzig wahren und lebendigen Gott!
Er vereinigt sich mit uns selbst und lässt uns an allem teilnehmen was Er hat und was Er ist, ausgenommen natürlich seine Gottheit. Wir sind völlig mit ihm einsgemacht.
Wozu bekehrt: um Gott zu dienen.
Gott handelt nicht nach unseren Verdiensten, sondern nach seiner göttlichen Liebe und gnädigen Barmherzigkeit.
So wird es auch eine zunehmende Erkenntnis eines wahren Gläubigen sein, immer besser beides zu verstehen: Gottes Heiligkeit und seine Gnade, beides gehört zusammmen und soll uns zu einem entsprechenden Wandel führen.
Dies gelingt am Besten, indem sich der Gläubige nah bei Christus aufhält: sein Wort (Bibel) zu lesen, das Gebet nicht zu vernachlässigen, die Geminschaft der Heiligen (Gemeinde) nicht zu verlassen und von der Welt unbefleckt zu halten.
Ist man als wahrer Gläubiger schon zu der tiefen Erkenntnis durchgedrungen: nichts anderes kann das menschliche Herz glücklicher und zufriedener machen als Gott allein?
Die ganze Welt ist nicht imstande, die Wünsche des Herzens zu befriedigen und seine Begierden zu stillen, auch nicht in einer Wohlstandsgesellschaft.
Alles was ein Christ tut sollte heilig sein, es sollte als ein Dienst für Gott getan werden, er hat keine weltliche Berufung. Natürlich wird es nicht immer gelingen und ein Gott geweihtes Leben wird immer mehr zur Selbstaufgabe führen, denn er will durch uns wirken, er gibt uns die Kraft dazu.
Wir können nur eins tun: uns beständig in seiner Nähe aufhalten und abgesondert von der Welt leben. Je näher wir Christus sind, desto näher kann er uns sein: der wahre Gläubige ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Der Tempel Gottes darf nicht verunreinigt werden.
Auch wenn der Heilige Geist nicht mehr von dem wahren Gläubigen genommen wird, so kann er doch betrübt oder gedämpft werden (daraus resultiert eine gestörte Beziehung zu Gott)
Es handelt sich nicht darum, was ich tue, sondern wie ich es tue.
Die beste Predigt ist eine gelebte Predigt.
Die Lebensausrichtung eines Bekehrten?
Er wartet auf seinen Herrn und wandelt als ein treuer Sklave Jesu Christi durch diese Wüste.
Die Versammlung (Gemeinde) im NT hat eine himmlische Heimat, die Erde ist nur eine Zwischenphase, ein Zeitpunkt um das Evangelium zu verkündigen und ein Licht und Zeugnis für ihren Herrn zu sein.
Die Erwartung üder das Kommen des Herrn sollte Auswirkungen auf das Leben des Gläubigen haben, ein verantortungsbewusstes Leben nach der Gesinnung des Christus. Leben wir gerade in der heutigen Zeit so, als ob der Herr jeden Augenblick wiederkommen könnte?
Ein Leben in Heilssicherheit und Heilsgewissheit.

Römer 8,1:
So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.
Hebräer 9,27:
Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht
1. Petrus 3,18:
Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte;
Römer 5,10:
Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!
Epheser 1, 3-4: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus,  wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe
Johannes 10,28: und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
2. Korinther 5,17:
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!
Epheser 4,30:
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung!